
Blühflächen statt kurzgeschorenem Rasen
Das erfolgreiche Volksbegehren „Artenvielfalt
– Rettet die Bienen“ hat 2019 viele Menschen
aufgerüttelt, sich für die bedrohte Insektenwelt
starkzumachen und dem Artenschwund Einhalt
zu gebieten. Noch im selben Jahr beauftragte
der Stadtrat die Verwaltung, ein Blühflächenkonzept
zur Förderung der Artenvielfalt und
Biodiversität erarbeiten zu lassen. Christine
Simlacher vom Münchner Planungsbüro für
angewandten Naturschutz (PAN) stellte den
gut 200 Seiten starken und knapp 36.000 Euro
teuren Plan jetzt im Umweltausschuss vor –
und stieß auf breite Zustimmung.
Auch unser GRÜNER Stadtrat Stefan Wagener
begrüßte das Konzept, zu dessen Zielen
auch die Koordination bestehender Aktivitäten
sowie die Werbung um weitere Akteure im
Kampf für die Artenvielfalt gehören. Aufgelistet
werden 118 bereits bestehende Blühflächen
mit zusammen 18 Hektar. Dazu gehören Wiesenstreifen
an Fahrbahn- und Waldrändern,
Streuobstwiesen und Bachufern.
Stefan Wagener betonte aber auch die große
Aufgabe, die vor uns liegt. „Bereits 45 Prozent
der Tagfalter sind verschwunden, es besteht
dringender Handlungsbedarf“, forderte er ein
Umdenken im Umgang mit der Natur. So sollte
es im Schöntal Blühwiesen statt kurzgeschorenem
Rasen geben. „Hier könnte die Stadt ein
Vorbild sein!“ Auch sollte man die Kleingärtner
einbeziehen – zu oft noch müsse laut Kleingartensatzungen
„ordentlich gemäht“ werden.
Wichtig sei auch ein Dialog mit den Landwirten,
um sie als Flächenbesitzer mit einzuschalten.
Wageners Fazit: „Es ist 5 nach 12! Jetzt
gilt es, Klimaschutz konsequent umzusetzen.“

Blühwiesen schaffen Lebensraum für die bedrohte
Insektenwelt und tragen zur Artenvielfalt
bei.
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Gabriele Fleckenstein und Wolfgang Helm
(Das Grüne Presseteam)
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