Parteien

FDP Leider und Nilkheim


Slipanlage an der Ebertbrücke?

-Fortsetzung-

Ein Argument für den Standort Ebertbrücke
ist laut Stadtverwaltung, dass auch bei einem
100-jährigen Hochwasser Boote in den Main
gelassen werden können. Dies hat bei keinem
anderen Standort eine besondere Rolle gespielt.
Weder am jetzigen Standort am Theoderichstor
noch an den Alternativstandorten
am Klärwerk, am Mainwiesenweg oder an der
Willigisbrücke.
Darüber hinaus ist zu hinterfragen, ob es nicht
andere Möglichkeiten beim 100-jährigen Hochwasser
gibt, um Boote in den Main einzubringen.
Aus diesem Grund haben wir beantragt, dass
die Stadtverwaltung für den Fall eines 100-jährigen
Hochwassers andere Einlassmöglichkeiten
prüft, zum Beispiel am Pumpenhäuschen
in Leider oder am SSKC-Poseidon, wo jetzt
schon Böschungswege vorhanden sind, die
bei einem solchen Hochwasser in den Main
führen. Zudem sollte geprüft werden, ob in einer
solchen Situation die Boote nicht im Bayernhafen
eingelassen werden können. Bei
einer Katastrophensituation sollte dies ohne
weiteres möglich sein. Die deutlich höheren
Kosten für den Standort Ebertbrücke müssen
dann ins Verhältnis zu diesen Möglichkeiten
gesetzt werden.
Trotz der Hinweise unsererseits bleibt die
Stadtverwaltung bei ihrer Einschätzung, dass
es bei dem Standort an der Ebertbrücke nicht
zu Nutzungskonflikten kommt. Diese Sichtweise
trifft aber nicht zu und lässt die Belange
und Anliegen der Leiderer Bevölkerung außer
Acht. Der Fuß- und Radweg am Main ist für die
Leiderer Bürgerinnen und Bürger eine wichtige
Verbindung zu den Freizeitangeboten am Main
– zum Stadtbad, zum SSKC-Poseidon und dem
Volksfestplatz. Die bisher geplante Verlegung
des Radweges führt zu einer deutlichen Reduzierung
der Attraktivität dieser Verbindung. Darüber
hinaus bestehen auch Konflikte bei der
Verkehrsanbindung.
Aus diesen Gründen haben wir beantragt,
dass bei einer etwaigen Planung der Fuß- und
Radweg nicht vom Main abrückt, sondern die
jetzige Wegführung am Ufer beibehalten wird.
Dazu sind entsprechende Rampen zum Böschungsweg
der Slipanlage vorzusehen. Darüber
hinaus soll die Stadtverwaltung ein Konzept,
für die Erschließung erstellen.

Karsten Klein, MdB
stadtrat@karsten-klein.de
www.aschaffenburg-stadtrat.de

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