
Kitas und Krippen: Kurzfristige Erweiterung der Schließtage belastet die Eltern! Geplanter Urlaub Ade?
Bisher waren 24 Schließtage in diesen Einrichtungen
möglich. Das war gut für die Eltern,
die dadurch nur einen Teil ihres Urlaubs in die
vorgegebenen Schließtage ihrer Kita legen
mussten. Urlaub an Weihnachten war dann
schon mit 5 – 8 Tagen zu verplanen und die
restlichen 16 fielen dann in den August. Meist
blieben dann noch 6 Tage laut Tarif übrig. Nun
sollen kurzfristig 30 statt 24 Schließtage kommen.
Der Urlaub wird dadurch vollständig von
der Kita oder der Krippe bestimmt. Geplante
Urlaubstage stehen auf der Kippe. Der Kampf
der Eltern an ihrem Arbeitsplatz um die Lage
der Urlaubstage wird dadurch verschärft.
Was war die Begründung für diese Änderung
und ist diese berechtigt? Als Grund wurde die
Arbeitsüberlastung der Kita-Beschäftigten aufgrund
der Corona-Krankheitstage genannt.
Das kann heute nicht mehr stimmen. Es gibt
zu wenig Erzieherinnen und Erzieher sowie
Kinderpfleger*innen. Das stimmt. Und weil das
so ist kann man dieses Problem nicht auf die
Eltern abwälzen. In verschiedenen Kitas helfen
die Eltern in Notlagen mit und übernehmen
sogar die Aufsicht in diesen Einrichtungen. Da
müssen keine Schließtage erweitert werden.
Wir sind der Meinung, dass die Kitas in kommunale
Hand gehören und die Bezahlung erhöht
werden muss. Das ist keine „unverschämte
Forderung“, sondern kommunale Aufgabe.
Warum gehen viele ErzieherInnen ins benachbarte
Hessen und arbeiten bei kommunalen
Trägern? Dort herrschen weniger Arbeitsbelastung
und die Bezahlung ist besser. Private und
kirchliche Träger suchen den einfachen Weg,
wenn sie ihre Probleme auf die Eltern abwälzen.
Das mit dem Betrieb von Kindergärten
und Krippen auch Geld verdient wird – wird geflissentlich
verschwiegen. Warum bieten denn
immer mehr Kita-Konzerne ihre Dienste an und
lassen sich von den Kommunen die Gebäude
errichten (Little Giant in Obernau und in der City-
Galerie)? Die KI hat als einzige Fraktion der
Ausweitung der Schließtage von 24 auf 30 aus
oben genannten Gründen nicht zugestimmt.
Was meinen Sie? Schreiben Sie uns.
Ihre Stadträte der KI
Johannes Büttner und Jürgen Zahn
info@kommunale-initiative.de
www.ki-ab.de
*)unbequem aus Verantwortung!