
Die Kommunale Initiative informiert:
Millionen-Grab am Main – KI fordert
weitgehende Konsequenzen!
Das Regenüberlaufbecken am Mainufer entpuppt
sich als ein zweistelliges Millionengrab
für die Stadt. Das von der Stadtverwaltung beauftragte
Gutachterbüro hat festgestellt, dass
die Stadt Aschaffenburg zu 100% für die Baumängel
an dem Becken haftet.
Das Ergebnis wird dem Stadtrat im Planungsund
Verkehrssenat am 05.10.22 „zur Kenntnis“
gegeben, so die Beschlussvorlage. Das ist ein
Desaster für den Haushalt, für die Stadtverwaltung
und für die Bürgerschaft. Der finanzielle
Schaden ist erheblich, dazu kommen ein immenser
Vertrauensschaden und weitere Auswirkungen
auf wichtige Projekte der Stadt.
Ausgehend von der Tatsache, dass die geplante
Bohrpfahlwand nicht wasserdicht hergestellt
werden konnte, findet der Gutachter die Ursache
für die Undichtigkeiten alleine im Baugrund.
Dieser Umstand fällt vollständig in den
Verantwortungsbereich der Bauherrin, also der
Stadt Aschaffenburg.
Schon 2017 wurde dazu im Stadtrat Folgendes
festgestellt: „Umfangreiche Bodenuntersuchungen
ergaben extrem problematische
Untergrundverhältnisse: sehr hoch stehendes
Grundwasser, extrem wasserdurchlässiger
Boden (d.h. starker Wasserzufluss) und meterdicke
Auffüllungen mit Schutt aus der Nachkriegszeit.
Die Herstellung der Baugrube ist
unter diesen Verhältnissen sehr schwierig“.
Die KI hat als einzige Gruppierung im Stadtrat
von Anfang an gegen das Becken an dieser
Stelle gestimmt – unser Vorschlag war, es an
einer Stelle ohne Kriegsschutt und den damit
verbundenen Bohrproblemen direkt neben der
Auffahrt zur Mainbrücke zu bauen. Das Risiko
des Baugrundes war also hinreichend bekannt,
nur hat man es offenbar fahrlässig ausgeblendet.
Das Tiefbauamt hat weder selbst Kontrollen der
Bohrungen durchgeführt noch anderweitig in
Auftrag gegeben. Der KI wurde seinerzeit entsprechende
Akteneinsicht im Tiefbauamt verweigert.
Jetzt müssen die Steuerzahler:innen
herhalten und für den Schaden aufkommen.
Das Geld wird an anderer Stelle fehlen. Wir finden
das einen ausgewachsenen Skandal. Er
muss politische und personelle Konsequenzen
haben.
Wie ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns auf
Ihre Nachricht.
KI* im Stadtrat Jürgen Zahn und Johannes
Büttner
*) unbequem aus Verantwortung
Web: www.kommunale-initiative.de
E-Mail: info@kommunale-initiative.de