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Bund Naturschutz


Öko-Tipp der Woche
Garten und Vogelhäuser
für Wintergäste herrichten

Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen
Garten nicht blitzblank aufräumen, so der
BUND Naturschutz. Laubreste, Reisighaufen
und verblühte Blumen sollten nicht vollständig
entsorgt werden. Diese können im Winter verschiedenen
Tieren Unterschlupf und Futter bieten.
Helfen auch Sie den Tieren durch die kalte
Jahreszeit. Von Laubbläsern und Laubsaugern
sollte man indes die Finger lassen.
Im Herbst ist es auch Zeit für den Hausputz in
Vogelhäusern. Denn in ihnen brüten in der warmen
Jahreshälfte nicht nur Vögel, in der kalten
Jahreszeit ziehen dort auch Wintergäste ein.
Bevor das geschieht, sollte das Häuschen auf
Vordermann gebracht werden. Nun gilt es, alte
Nester mitsamt den darin lebenden Parasiten
wie Vogelflöhen, Milben und Zecken zu entfernen,
damit die Vogelbrut im kommenden Jahr
nicht übermäßig befallen wird.
Darüber freuen sich unter anderem unsere
heimischen Bilche wie Siebenschläfer oder
Gartenschläfer. Da es in den Gärten leider immer
weniger alte Bäume mit Baumhöhlen, der
natürlichen Behausung der Tiere, gibt, leisten
Vogelnistkästen nicht nur im Frühling, sondern
auch über den Winter gute Dienste. Der Spätsommer
ist für die Nistkastenreinigung die ideale
Zeit, weil die Kästen jetzt noch weitgehend
frei von Nachmietern sind.
So reinigen Sie den Nistkasten

  • Tragen Sie Handschuhe und eine
    Atemmaske.
  • Verwenden Sie ein Gartenwerkzeug,
    zum Beispiel einen Fugenkratzer.
  • Entfernen Sie alte Nester u. was sich
    sonst noch im Nistkasten angesammelt
    hat.
  • Bürsten Sie den Nistkasten ordentlich
    aus.
  • Ist das Nest sehr stark verschmutzt –
    mit heißem Wasser u. Wurzelbürste
    putzen.
  • Eine Desinfektion ist nicht notwendig.

Vorher sollte man vorsichtig nachsehen, ob der
Nistkasten eventuell bereits genutzt wird. Ist
der Innenraum mit Moos, Blättern oder Gräsern
„vollgestopft“, hat es sich wahrscheinlich schon
ein Winterschläfer hergerichtet und schläft auch
eventuell schon darin. Dann sollte man Vogelhaus
und Wintergast in Ruhe lassen.
Naturnahe Gärten sind auch der beste Igelschutz,
denn Igel mögen es unordentlich.
Lassen Sie herabgefallenes Laub liegen oder
häufen Sie es zu Laub- und Reisighaufen zusammen.
Gerne nutzen Igel auch Holz- und
Steinhaufen mit Hohlräumen zum Schlafen.
Außerdem lieben sie Blühflächen, dichte Hecken
und Komposthaufen. Neben natürlichen
Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich
ein Igelhäuschen aufstellen.
Hier eine Bauanleitung des BUND für ein Igelhaus
aus Holz:
https://www.bund-naturschutz.de/
oekologisch-leben/tieren-helfen
/igelhaus-bauen

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