
Kommunen sind ein kritischer Erfolgsfaktor
für die Klimawende!

Die KI fordert einen „Fahrplan für die Erreichung
der Klimaschutzziele“ und hat dazu
einen Stadtratsantrag gestellt. Die Stadt hat
zwar schon einiges auf den Weg gebracht –
wie z.B. die Fernwärmeversorgung oder die
städtische Förderung von PV-Anlagen – ist
aber noch weit entfernt die Klimaschutzziele
zu erreichen. Bis 2030 sollen 65 Prozent aller
Treibhausgas-Emissionen eingespart werden
(im Vergleich zu 1990), das Klimaschutzziel
2040 sieht 88 Prozent vor.
Ende 2022 musste die Stadt eingestehen, dass
sie die Ausbauziele für Photovoltaik krachend
verfehlt hat. Nun ein Jahr später eine weitere
Erkenntnis: Bei den öffentlichen Gebäuden verbraucht
sie zu viel Energie. Das Hochbauamt
gab vor kurzem in einem akribischen Energiebericht
den Energieverbrauch der öffentlichen
Gebäude bekannt. Bei einigen Gebäuden, die
bereits energetisch saniert sind, ist eine deutliche
Reduzierung des Wärmebedarfs erkennbar.
Investitionen in Sanierung schonen nicht
nur den Geldbeutel, sondern dienen auch dem
Klimaschutz. Dieser ist eine große Herausforderung
im Spannungsfeld der Haushaltslage,
jedoch nach unserer Einschätzung unerlässlich,
denn Klimaschutz und Anpassung bedeutet
Sicherung der Lebensqualität und Schutz
der Bevölkerung.
Wir begrüßen deshalb die Bündelung der Verantwortlichkeit
im Stadtplanungsamt. Seit dem
1. November erhielt das Stadtplanungsamt die
neue Bezeichnung „Amt für Stadtplanung
und Klimamanagement“. Gleichzeit wurde
dazu eine Stabstelle bei Herrn Oberbürgermeister
Herzing eingerichtet. Damit sind die
Verantwortlichkeiten für den Klimaschutz und
Anpassung neu geordnet. Jetzt muss nur das
mit Hochdruck umgesetzt werden, was immer
dringlicher notwendig ist. Wir erinnern: Mitte
2020 hat die Stadt den Klimanotstand ausgerufen
und damit eigentlich die Alarmlampen
angeschaltet, oder waren es doch nur „Nebelkerzen“?
Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie
uns unter E-Mail info@kommunale-initiative.de
KI*, Jürgen Zahn, Stadtrat
*) unbequem aus Verantwortung