Gartenarbeiten im Januar – Monatstipp des Obst- und Gartenbauvereins
Die Gartengeräte sollten wieder einmal gründlich gereinigt werden. Holzteile einfetten, das Schnittwerkzeug ölen und bei Bedarf schärfen. Frühbeet vor stärkeren Frösten mit Jutesäcken, Strohmatten o. Ä. abdecken. Im ungeheizten Gewächshaus können schon Spinat, Feldsalat, Petersilie, Winterkopfsalat gesät werden. Keimproben von altem Saatgut nehmen. Winterschutzmaßnahmen im Garten, vor allem nach starkem Schneefall oder Sturm, regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls nachbessern. Gehölze, vor allem immergrüne, nach starken Schneefällen von der Last befreien, sonst droht Bruchgefahr. Immergrüne Laubgehölze, vor allem in besonnten Lagen, bei Dauerfrost regelmäßig auf Wasserversorgung kontrollieren. Ein sicheres Zeichen für Frosttrocknis sind z.B. schlaff herunterhängende oder eingerollte Blätter. Dann bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt vorsichtig mit lauwarmem Wasser gießen. Die Frühjahrsblühsaison beginnt jedes Jahr früher. Ende des Monats kann man schon einen Versuch mit Narzissen oder Primeln wagen. Wenn man selbst Hyazinthen ziehen möchte, nur spezielle Treibhyazinthen und Hyazinthengläser verwenden. Das Anbaujahr 2024 im eigenen Garten planen, Sämereien besorgen. Erste Aussaat noch im Januar. Am Küchenfenster Kresse als Grünsprossen und Mungobohnen für Sojasprossen kultivieren. Bei Obstgehölzen im Container darauf achten, dass diese auch im Winter niemals austrocknen. Beim Pflegeschnitt an Streuobstbäumen auch Mistelbüsche entfernen. Obstlager kontrollieren und faulige Früchte regelmäßig entfernen. Während kurzer Wärmeperioden (mind. 3 Tage über 12 °C) kann man die Kräuselkrankheit an Pfirsichen bekämpfen. Reiser für die Frühjahrsveredlung schneiden. Solange der Boden nicht gefroren ist kann weiter gepflanzt werden. Stärke des Winterschnitts nach dem Blütenknospenansatz ausrichten, also bei wenig Blütenknospen wenig schneiden und umgekehrt. Schnittmaßnahmen möglichst bei trockenem Wetter durchführen. Fruchtmumien und kranke Baumteile entfernen. Neupflanzungen auf Streuobstwiesen mit Drahthosen und Wühlmauskörben schützen. Stämme zum Frostschutz kalken. Für viele Naturfreunde ist es eine liebgewonnene Tradition, aber auch die Vögel freuen sich über ein zusätzliches Nahrungsangebot. Gerade nach frostigen
Nächten suchen Meisen, Finken und Spatzen nach einfachen Futtermöglichkeiten, um ihre über Nacht verlorenen Energiereserven schnell wieder aufzufüllen. Die beste Hilfe für Vögel liegt in einer naturnahen Gartengestaltung mit vielen Versteckmöglichkeiten und natürlichen Nahrungsangeboten. Eine zusätzliche Futterstelle im Garten oder am Balkon kann helfen verschiedene Vogelarten anzulocken. Dabei sollte auf artgerechtes Futter, die passende Futterstation und Hygiene am Futterplatz geachtet werden. Jede Vogelart hat ihre Vorlieben beim Futter. Mit ölhaltigen Samen wie Sonnenblumenkernen lassen sich Körnerfresser wie Grünfink, Dompfaff, Stieglitz anlocken. Weichfutter wie Getreideflocken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren bevorzugen Amseln und Rotkehlchen. Fettfutter eignet sich besonders gut für Spechte und Kleiber. Meisen, Haussperlinge (Spatzen) und Feldsperlinge nehmen fast alles an. Altes Brot oder Essenreste gehören auf keinen Fall ins Vogelhaus, da Salz und Gewürze für die meisten Vögel unverträglich sind und ihnen schaden.
Was gibt es Schöneres, als im Lauf des Jahres zu erleben, wie erst das Eine, dann das Andere blüht? Wie sich die Farben im Garten verändern, die Licht- und Schattenspiele neue Bilder malen, und das summende, kriechende, krabbelnde und fliegende Leben mehr wird? Starten Sie ins Gartenjahr mit einem Rundumblick in Ihrem Garten und genießen Sie die vielen Besonderheiten, die er nur im Winter zeigt. Glitzernde Rinden an den Bäumen in der Sonne und Knospen an den Gehölzen in all ihren unterschiedlichen Formen. Frucht- und Blütenstände von Stauden und Gräsern, die vom letzten Jahr stehen geblieben sind. Vielleicht blüht ja schon ein Winterschneeball in der Nähe oder strecken Christrosen ihre Blüten aus der Schneedecke. Freuen Sie sich in jedem Monat auf neue Blüten in Ihrem Garten, die allesamt ungemein zierend und unwiderstehlich für Insekten und Vögel sind. Genießen Sie den Garten zu jeder Zeit. Auf dass es ein gutes Gartenjahr wird.
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