
Warum wir gegen die Klinikum-GmbH sind (Teil 1)
Der Wechsel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom öffentlichen Dienst in die Klinikum- GmbH könnte Kosten sparen. Ein wesentlich größerer Anteil am 40-Millionen-Defizit wird aber durch auswärtige Patientinnen und Patienten verursacht: 20 % der Erwachsenen sowie 30 % der Kinder und Jugendlichen stammen aus dem Landkreis Miltenberg. Dieser beteiligt sich jedoch nicht am Minus-Ausgleich. Rechtlich sei diese nicht einzufordern, wurde der UBV entgegen gehalten. Es gibt jedoch eine moralische Verpflichtung, genutzte Leistungen zu bezahlen.
Beispielsweise beim Frauenhaus werden die Kosten nach der Belegung durch die Herkunftsgemeinden beglichen. Wenn Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Aschaffenburg in der Stadt eine Bildungseinrichtung besuchen, werden von dort Gastschulbeiträge überwiesen. Für Aschaffenburger Schüler/innen, die in Hessen auf ein Gymnasium gehen, übernimmt die Stadt die Gastschulbeiträge. Wir kennen Ärztinnen und Ärzte, die nur wegen ihres Abiturs in Babenhausen oder Dieburg Medizin studieren konnten.
UBV-Stadtrat Dr. phil. Lothar Blatt und UBVStadtrat a. D. Willi Hart