
Igel schützen: Nachtruhe für Rasenroboter!
Mähroboter sind in! Die Maschinchen rollen über das Gartengrün und halten es schön kurz. Nach getaner Arbeit – auch nachts! – fahren sie nahezu geräuschlos in ihre kleine Garage, um den Akku aufzuladen.
Doch das bereitet dem Deutschen Tierschutzbund wie den Umweltverbänden Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Sorgen. Sie beklagen schwere Schnittverletzungen bei Igeln durch den nächtlichen Einsatz der Mähroboter. Denn die nachtaktiven Tiere rollen sich bei drohender Gefahr im Vertrauen auf die abschreckende Wirkung ihrer Stacheln zusammen und werden von den scharfen, schnell rotierenden Klingen der Roboter schwer verletzt oder gar getötet. Auch für Kröten, Eidechsen und Schleichen stellt der nächtliche Einsatz von Mährobotern laut den Tierschützern eine Gefahr dar.
Aus diesem Grund hat unsere Stadträtin Rosi Ruf jetzt im Namen der GRÜNEN Fraktion beantragt, der Stadtrat möge die Verwaltung beauftragen, eine kommunale Satzung oder eine städtische Allgemeinverfügung zu erarbeiten, die den nächtlichen Einsatz von Mährobotern untersagt. Denn laut einer vom Naturschutzbund Deutschland auf dessen Homepage zitierten Untersuchung der Universität Aalborg hat keines von 18 getesteten Mähroboter-Modellen einen auf dem Rasen liegenden, kurz zuvor gestorbenen Igel als Hindernis erkannt – die meisten Geräte haben das Tier überfahren und verstümmelt.
Aschaffenburg stünde mit der tierfreundlichen Nachtruhe für Rasenroboter nicht alleine da: Im Oktober hat die Stadt Köln, wie bereits einige Gemeinden in Deutschland, zum Schutz von Igeln ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen – und in der Landeshauptstadt München steht eine solche Regelung bevor.

Igel im Garten: Nächtliche Gefahr durch Mähroboter.
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Gabriele Fleckenstein
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