Aktuelles aus dem Ziergarten – Christrose
Sie ist eine der faszinierendsten Winterblumen. Die Christrose (Helleborus niger) blüht auch bei Schnee zu einer Zeit, in der die Natur fest im Winterschlaf ist. Gibt es ein schöneres Symbol für Hoffnung und Neuanfang? Pflanzen Sie die Christrose dorthin, wo Sie vom Haus aus einen guten Blick darauf haben, damit Sie die weiße Winterschönheit mit den leuchtend gelben Staubgefäßen auch genießen können. Denn mit 15 bis 25 cm wird sie nicht allzu hoch. Die Christrose braucht einen geschützten Platz, gerne am Rand von Gehölzen, wo sie genügend Wintersonne hat. Wenn sie ungestört wachsen kann, bleibt sie viele Jahre treu, trotzt Schnee und Kälte und blüht bis in den März hinein. Dann haben auch die ersten Insekten etwas von ihrem Pollen- und Nektarangebot. Aber die Schönheit hat auch seinen Preis: Die elegante Christrose ist in allen Teilen giftig.
Brandkraut – Phlomis russeliana
Keine Blüten mehr im Garten? Macht nichts, jetzt schlägt die Stunde all derer, die das Staudenbeet nicht peinlich sauber aufgeräumt haben. Denn die werden jetzt mit bizarren Strukturen belohnt, die dem winterlichen Garten Charakter geben. So wie beim Brandkraut und seinen auffälligen Fruchtständen. Im Juni und Juli sitzen die Blüten wie kleine gelbe Quirle rund um den kräftigen Stängel und haben viel Besuch von Hummeln, Bienen und Wildbienen. Im Winter aber werden daraus wahre Futterstationen für Vögel, die sich an den Samenkörnchen aus den Fruchtständen bedienen. Die 60 bis 80 cm hohen Stängel bleiben auch in der kalten Jahreszeit stabil im Garten stehen, und wer genau hinschaut, sieht ab und zu einen Marienkäfer, der es sich darin gemütlich gemacht hat. Brandkraut kommt mit wenig aus. Wenig Wasser, wenig Nährstoffe, wenig Pflege. Nur Sonne und Platz braucht es viel, dafür breitet es sich aber gerne etwas zügellos aus. Die großen, behaarten und würzig duftenden Blätter bedecken den Boden vollständig, sogar im Winter. Unerwünschte Konkurrenz kommt da keine auf.
Vogelfutter selbst gemacht
Im Garten freuen sich die Vögel im Winter über zusätzliche Stärkungen. Bieten Sie selbstgemachtes Vogelfutter an, das außerdem ganz ohne Plastiknetze auskommt. Dazu schmelzen Sie Kokosfett und rühren verschiedene Körner, Sonnenblumenkern, Haferflocken, gehackte Nüsse, Rosinen usw. oder eine fertige hochwertige Futtermischung darunter. Die Zutaten sollen gut von Fett ummantelt sein. Wir geben gerne einen Spritzer Pflanzenöl dazu, um die Masse in der Kälte geschmeidig zu halten. Diese Mischung können Sie nun in verschiedene Formen bringen, die gleichzeitig schöne Hingucker im Garten sind. Entweder füllen Sie die noch warme und geschmeidige Masse in Tassen und stecken einen stabilen Holzstab hinein, auf dem die Vögel dann landen können. Wenn die Mischung kalt und fest geworden ist, hängen Sie die Tassen mit Schnüren am Griff in Sträucher und Bäume. Oder Sie streichen die Masse in Mini-Gugelhupf- oder Ausstechförmchen und zaubern so kleine Vogelfuttersnacks. Bei dieser Variante lösen Sie die erkaltete Masse aus den Formen heraus und befestigen die Vogelfutterleckereien mit Bändern oder Bast in den Zweigen. Bitte sehr – das Buffet ist eröffnet.