Vereine

Obst- und Gartenbauverein e.V. 1899 Aschaffenburg-Damm


Fachvortrag: Die Asiatitische Hornisse (vespa velutina nigrithorax)

Am 10. April lud der Obst- und Gartenbauverein in den Gemeindesaal von St. Matthäus zum Fachvortrag „Die Asiatische Hornisse – Gefahr für unsere heimische Insektenwelt“ ein. Werner Oberle begrüßte die beiden Referenten: Bienenfachwartin und Imkerin Monika Hock- Berchtenbreiter sowie Gärtnermeister Otmar Seidel. Rund 20 interessierte Gäste folgten der Einladung. Frau Hock-Berchtenbreiter informierte über die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax), die vermutlich über den Warenverkehr nach Bayern gelangte. Diese invasive Art stellt eine erhebliche Gefahr für Honigbienen, andere Insekten sowie Obst- und Weinbau dar. Erkennbar ist sie an schwarzer Grundfarbe, gelben Beinenden, einer feinen gelben Binde am ersten Segment und orangefarbenen Streifen am Hinterleib. Ihre Nester baut sie zunächst versteckt (z. B. in Hecken), später freihängend in Baumkronen. Besonders wichtig waren die Hinweise zur Nestsuche mit Locktöpfen sowie zur fachgerechten Nestentfernung. Dabei wurde betont: Die Hornisse zeigt ein starkes Verteidigungsverhalten – ein Nest darf niemals eigenständig entfernt werden!

Verdachtsfälle sollten unter www.beewarned. de gemeldet werden.

Mögliche Schäden:
• Schwächung der Bienenvölker durch Flugbienenausfälle
• Winterverluste bei Bienen
• Ernteschäden in Obst- und Weinbau
• Stichrisiken bei Erntearbeiten
• Verdrängung heimischer Insektenarten

Im zweiten Teil sprach Gärtnermeister Otmar Seidel über insektenfreundliche Stauden, Kübelpflanzen und Blumen. Dabei betonte er die Bedeutung offen blühender Pflanzen für Wild- und Honigbienen. Auch wenn z. B. die Forsythie wenig Nahrung bietet, darf sie wegen ihrer Blütenpracht toleriert werden. Wer Insekten im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse beobachten möchte, kann mit gezielter Bepflanzung vom frühen Frühjahr bis in den Herbst ein reiches Nahrungsangebot schaffen. Frühblüher wie Krokus und Winterling, Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Salbei sowie viele Sommer- und Herbstblüher eignen sich ideal für eine naturnahe Gestaltung. Werner Oberle bedankte sich herzlich bei den beiden Referenten für den informativen Abend und wünschte allen einen angenehmen Heimweg.

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