
FDP Leider: Chance im Hafenbahnhof nutzen!
Bei der Bürgerversammlung in Leider hat die Stadt die Bürgerbeteiligung zur möglichen Entwicklung der Freiflächen im Hafenbahnhof gestartet – ein Schritt, den die FDP seit Langem gefordert hat. Es ist gut, dass es nun losgeht. Die Beteiligung beginnt mit einem „weißen Blatt“ – also ohne Vorgaben oder Vorfestlegungen. Auch der Vorschlag des Bayernhafens ist dabei nicht die Grundlage für den weiteren Prozess.
Wir Leiderer sollten diese seltene Chance zur Entwicklung unseres Stadtteils nutzen. Der Hafenbahnhof bietet Potenzial, das sich auf Jahrzehnte nicht wieder ergeben wird. Klar ist aber auch: Der Ausgang ist offen – auch eine sogenannte Null-Lösung ist möglich.
Dann bliebe alles, wie es ist. Eine Fläche dieser Größe steht in Leider so bald nicht wieder zur Verfügung. Sie kann neue Möglichkeiten schaffen, die es so bisher nicht gab – oder in diesem Umfang nicht mehr geben wird. Denkbar sind Vereinsflächen, öffentliche Räume, Grünflächen, Wohnraum oder Nahversorgung. Dafür müssen aber wichtige Fragen geklärt werden, etwa zur Erschließung und zum Lärmschutz – sowohl für die vorhandene als auch für eine mögliche neue Bebauung. Wichtig: Die Fläche ist aktuell als Eisenbahnfläche gewidmet. Damit sind die genannten Entwicklungen derzeit nicht zulässig. Eine Änderung kann nur durch die Stadt Aschaffenburg erfolgen – wir haben die Planungshoheit. Ohne Beschluss des Stadtrats passiert nichts. Umgekehrt braucht es für jede Änderung auch den Eigentümer – den Bayernhafen. Bleibt alles wie bisher, bleibt die Fläche dauerhaft für eisenbahnrechtliche Nutzungen wie Gleise oder Werkstätten reserviert. All das zeigt: Dieser Prozess hat echtes Potenzial für eine Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe. Nutzen wir die Chance – für die Zukunft unseres Stadtteils.
Karsten Klein, Stadtrat
stadtrat@karsten-klein.de
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