Ökotipp: Wenn die Stadt glüht
Hitze stresst Mensch und Umwelt. Deutschland und weite Teile Europas ächzen unter extremer Hitze. Schon die vergangenen Jahre waren zu trocken, Hitzewellen werden häufiger. Der BUND Naturschutz weist auf den Wert von Stadtgrün für Menschen, Tiere und Pflanzen hin und erklärt, was jeder und jede von uns für mehr Grün in der Stadt tun kann.
Stadtleben bei Trockenheit: Das hilft Tieren
In der Stadt freuen sich Insekten, Reptilien, Säugetiere und Vögel immer über Wasserstellen. Das kann ein Gartenteich oder eine Wasserschale auf dem Balkon sein. Es ist wichtig, die Trinkgefäße täglich sauber zu halten, weil sonst Keime übertragen werden können, erklärt der BUND. Insekten sollten darin durch Stöckchen oder andere Schwimmhilfen Rettungsinseln finden. Auch kühle, feuchte Versteckmöglichkeiten im Garten oder Innenhof werden von vielen Tieren geschätzt. Der Laubhaufen in der Ecke, der Kompost im Garten, das undurchdringliche Gebüsch, aber auch das gemulchte Beet können Schatten, Feuchtigkeit und damit Rettung in der Trockenheit bedeuten, so der BUND. Stadtnatur umfasst sowohl Parks und Gärten, Brachflächen, begrünte Dächer und Fassaden, aber auch blühende Balkone. Sie ist vielfältig und überlebenswichtig. Blütenreiche heimische Pflanzen, Nisthilfen für Vögel, Insekten und Fledermäuse helfen Tieren in der Stadt. Pflanzen Sie einen Streifen Blumenwiese statt Rasen und lassen Sie Totholz im Garten oder im Innenhof liegen. Das bietet Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.
Stadtbäume leiden stark unter Trockenheit
In Zeiten der Klimakrise sind es vor allem die Bäume, die durch Verschattung oder Verdunstung die Temperatur in der Stadt reduzieren können. Am Extremstandort Straße mit wenig Wurzelraum und Bodenverdichtung leiden die Bäume jedoch stark unter der anhaltenden Trockenheit. Die Kommunen müssen große Anstrengungen unternehmen, damit sie nicht einfach absterben. Wer einen aktiven Beitrag zum Naturschutz, insbesondere zum Baumschutz leisten möchte, kann dies mit der App „Mein Baum“ des BUND Naturschutz tun. Nutzer können Bäume kartieren und Angaben zu Art, Zustand und Standort machen: https:// www.bund.net/mitmachen/mein-baum-app/ Neben den Bäumen wirken naturnahe Grünflächen, entsiegelte Höfe und sogar Dachbegrünung als natürlicher Klimaschutz. Außerdem sind sie unerlässlich, um im Lebensraum Stadt Biotope für Insekten und Tiere anzubieten.
Stimme erheben für mehr Stadtgrün
Wir müssen unsere Siedlungen fit für den Klimawandel machen.
Neuer Wohnraum muss immer auch zusammen mit grünen Freiflächen entwickelt und Regen- und Grundwasser konsequent mitgedacht werden, indem das Prinzip der Schwammstadt angewendet wird. Setzen Sie sich dafür ein, dass ihre Nachbarschaft grüner und naturnäher gestaltet wird und unterstützen Sie den BUND als Mitglied.
Infos: https://www.bund.net/themen/naturschutz/stadtnatur-gruene-freiraeume-schaffen/