
Kontinuität und neue Impulse:
Bündnis 90 / Die Grünen Aschaffenburg-Stadt wählen Vorstand

Am 15. Juli kamen die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Aschaffenburg-Stadt im Tagungszentrum der Stadthalle zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen. Mit großer Mehrheit wurde die bewährte Struktur bestätigt: Nicola Tews wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt, Claudia Gerweck bleibt Schatzmeisterin, und Dominik Eisert sowie Hans Büttner wurden als Beisitzer wiedergewählt.
Constanze Büttner, zuvor Beisitzerin, übernimmt nun die Rolle der Co-Vorsitzenden. Zudem bereichert Sinja Stemmler den Vorstand als neu gewählte Beisitzerin. Die Partei verabschiedet sich gleichzeitig mit Dank von Elias Weckwerth, Gabriele Fleckenstein und Michael Markert, die nicht erneut für den Vorstand kandidierten.
Der neue Vorstand formuliert klare Ziele für die kommende Periode: Im Vordergrund steht eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Fraktion im Stadtrat, um grüne Politik in Aschaffenburg effektiv voranzutreiben. Zudem soll die Sichtbarkeit der Partei im Stadtbild gesteigert werden. Durch eine verstärkte Präsenz bei Veranstaltungen, Infoständen und eine aktive Pressearbeit möchte der Vorstand den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern intensivieren und grüne Lösungen direkt in den Alltag der Menschen bringen.
Neben den personellen Weichenstellungen bot die Versammlung Raum für aktuelle Themen und Anerkennungen. Ein Bericht der Grünen Jugend unterstrich die Bedeutung des jungen Nachwuchses für die Partei. Zum Abschluss gab es eine Preisverleihung für die drei erfolgreichsten Teilnehmenden des Stadtradelns, die mit den meisten gefahrenen Kilometern ein starkes Zeichen für die nachhaltige Mobilität in Aschaffenburg gesetzt haben.
Auch in diesem Sommer zeigen sich die Herausforderungen der Klimakrise in Aschaffenburg deutlich: Hitzeperioden, Dürre, lokale Starkregenereignisse und die Ausbreitung (potentiell) invasiver Arten stellen Stadt und Bürgerschaft vor neue Aufgaben.
So benötigt das Klärwerk einen verbesserten Hochwasserschutz, das Regenüberlaufbecken war eine wichtige Investition zur Bewältigung zunehmender Starkregenereignisse, und nach den Unwettern der vergangenen Woche verzeichnete die Feuerwehr mehr als 175 Einsätze. Auch die Ausbreitung der Großen Drüsenameise verursacht erheblichen Handlungsbedarf. Vorstand und Fraktion sehen deshalb die Förderung von Klimaanpassung und nachhaltiger Stadtentwicklung als einer der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Dazu gehören unter anderem mehr Stadtgrün, Entsiegelungsmaßnahmen, Hitzeschutzkonzepte sowie eine wirksame Bekämpfung invasiver Arten. Die Stadtratsfraktion setzt sich dabei auch für eine Ausweitung der Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Große Drüsenameise auf besonders betroffene private Flächen ein.
Mitglieder, Vorstand und Fraktion ziehen hier gemeinsam an einem Strang. In Arbeitskreisen, Gesprächsrunden und zahlreichen Vor- Ort-Terminen verbinden die Grünen Fachwissen mit praktischem Engagement für Aschaffenburg.
Nicola Tews, Monika Hartl