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Die LINKE


MONOCHROM unter Druck:
Subkultur braucht Platz in Aschaffenburg!

Das MONOCHROM steht unter Druck. Seit Monaten führen Beschwerden einzelner, sehr meinungsstarker Anwohner zu Einschränkungen im Veranstaltungsbetrieb. Dabei geht es insbesondere um das Kommen und Gehen der Besucher*innen.
Die Musik-, Kunst- und Kulturinitiative Aschaffenburg e.V. hat bereits viel Geld in Lärm- und Anwohnerschutz investiert. Für einen ehrenamtlich getragenen Kulturort kann das schnell existenzbedrohend werden.
Natürlich gehört der Schutz von Anwohner* innen dazu. Aber zu einer lebendigen Innenstadt gehört genauso, dass Menschen ausgehen, sich treffen, Musik hören und miteinander reden.
Eine Innenstadt kann nicht gleichzeitig belebt werden und vollkommen geräuschlos sein. Oberbürgermeister Markus Schlemmer sagt selbst: „Eine lebendige und attraktive Innenstadt erhöht nicht nur die Lebensqualität der Menschen, die hier leben, sondern bringt auch Besucher*innen aus der Region in unsere Stadt.“
Diesen Anspruch teilen wir. Dann muss er aber auch für Jugend-, Nacht- und Subkultur gelten. Wenn Veranstalter*innen Lärmschutzmaßnahmen umsetzen, Security einsetzen und gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen suchen, darf Kultur nicht Stück für Stück unmöglich gemacht werden. Räume für alternative Musik, Kunst und Subkultur sind in Aschaffenburg ohnehin rar.
Wenn sie verschwinden, kommen sie nicht einfach wieder. Innenstadtbelebung darf deshalb nicht nur Stadtfeste, Kerbs, Umzüge und kommerzielle Veranstaltungen bedeuten. Sie braucht auch Nachtleben und Subkultur.
Die Linke steht solidarisch an der Seite des MONOCHROM und der Musik-, Kunst- und Kulturinitiative Aschaffenburg e.V. Zu den Besucherinnen gehören auch Stadträt*innen unterschiedlicher demokratischer Parteien und Gruppierungen.
Wir erwarten von der Stadt, ihre Spielräume zu nutzen und Lösungen zu finden, die Anwohnerschutz und kulturelles Leben miteinander vereinbaren.
Subkultur ist kein Störfaktor und kein Luxus. Sie gehört zu Aschaffenburg. Wer eine lebendige und attraktive Stadt will, muss dafür sorgen, dass solche Freiräume eine Zukunft haben!
Lateesha Halmen
Die Linke, Stadträtin

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